Chapter 06

Bali

Zwischen Reisterrassen, Tempeln und dem Rauschen des Ozeans.
OrtBali
LandIndonesien
Dauer10 Tage
ReisezeitJuli

Bali hat viele Gesichter. Das grüne, stille Ubud im Landesinneren und die wilden Klippen von Uluwatu im Süden. Zehn Tage, um beide kennenzulernen, ohne zu hetzen.

Tag 1 – Ankommen in Ubud

Vom Flughafen direkt ins Landesinnere, gut anderthalb Stunden bis Ubud. Einchecken in einem Resort am Dschungelrand, wo die Zikaden lauter sind als jede Strasse. Erst einmal ankommen: ein Bad im Infinity-Pool über dem Grün, abends ein leichtes Dinner mit Blick in die Baumkronen.

Tag 2 – Reisterrassen bei Sonnenaufgang

Um sechs Uhr zu den Terrassen von Tegallalang, wenn das erste Licht die Reisfelder in Stufen aus Gold verwandelt und noch niemand da ist. Danach Frühstück mit frischen Früchten in einem Café über dem Tal. Den Nachmittag durch die Galerien und Werkstätten von Ubud treiben lassen, abends eine traditionelle Tanzaufführung im Palast.

Tag 3 – Wasser und Tempel

Vormittags zum Wassertempel Tirta Empul, wo Einheimische in den heiligen Quellen baden. Mit Sarong und Respekt darf man mit hinein, das kalte Wasser weckt besser als jeder Kaffee. Auf dem Rückweg ein Stopp bei einer Kaffeeplantage in den Hügeln. Nachmittags Massage, abends Warung-Küche: Nasi Campur vom Familienbetrieb.

Tag 4 – Markt und Kochkurs

Früh auf den Morgenmarkt von Ubud, wo die Köchin des Kochkurses erklärt, was in die Gewürzpaste gehört: Galgant, Kurkuma, Kerzennuss. Danach wird in offener Küche gekocht, gelacht und viel probiert. Mit vollem Bauch zurück, Pool, Buch, Sonnenuntergang. Ein Tag zum Verlieben in diese Küche.

Tag 5 – Campuhan Ridge und Spa

Vor der Hitze auf den Campuhan Ridge Walk: ein Grat aus hohem Gras zwischen zwei Flusstälern, eine Stunde hin und zurück, unten wartet frischer Kokosnusssaft. Der Rest des Tages gehört dem Spa: Blütenbad, balinesische Massage, kein Termin danach. Abschiedsabend in Ubud mit Dinner am Reisfeld.

Tag 6 – Wechsel in den Süden

Mit dem Fahrer in den Süden auf die Bukit-Halbinsel, knapp zwei Stunden. Aus Dschungelgrün wird Klippenweiss, aus Flussrauschen wird Meeresbrandung. Einchecken über den Klippen von Uluwatu, nachmittags der erste Blick von oben auf die Surfer weit unten. Sonnenuntergang direkt vor der Terrasse.

Tag 7 – Bingin und die Strände

Über steile Treppen hinunter zum Bingin Beach, einem der schönsten Strände der Halbinsel: Felsen, Pools bei Ebbe, kleine Warungs am Hang. Mittags frisch gegrillter Fisch mit den Füssen im Sand. Nachmittags weiter nach Padang Padang oder einfach bleiben, bis die Flut kommt.

Tag 8 – Uluwatu-Tempel und Kecak

Am späten Nachmittag zum Uluwatu-Tempel, der siebzig Meter über dem Ozean auf der Klippe thront. Vorsicht vor den Affen, sie haben es auf Sonnenbrillen abgesehen. Zum Sonnenuntergang der Kecak-Tanz im Amphitheater: hundert Männer, ein Feuerkreis, das Meer als Bühnenbild. Gänsehaut, jedes Mal.

Tag 9 – Ein Tag am Wasser

Morgens eine Surfstunde in einer der geschützten Buchten, die Lehrer hier bringen jeden aufs Brett. Danach in einen der Beachclubs an der Klippe: Pool am Abgrund, gutes Essen, Musik erst leise, später lauter. Bleiben, bis die Sonne im Meer versinkt. Der Süden kann auch feiern, aber er zwingt niemanden.

Tag 10 – Abschied

Ein letztes Frühstück über den Klippen, ein letzter Sprung in den Pool. Auf dem Weg zum Flughafen noch ein Stopp für Mitbringsel: Kaffee, Gewürze, ein Sarong. Zehn Tage, zwei Welten, ein Land. Bali entlässt einen weicher, als es einen empfangen hat.

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